Jorge Macchi (Limmat, 2012)

Eine besondere Form der Kartografierung praktiziert der argentinische Künstler Jorge Macchi: Er liess den Flusslauf der Limmat in eine neun Meter lange Betonskulptur giessen – als Stein gewordenes Symbol der urbanen Lebensader, die erst Transportweg, dann Energielieferant und heute Freizeit- und Erholungsraum für zivilisationsermüdete Städter ist. «Sein Flussobjekt ist in sich ein Widerspruch», schreibt die renommierte Kunstkritikerin Claudia Jolles. «Der Fluss verkörpert das Fliessende, Nichtfassbare. Doch in seinem Werk ist das Fliessende in Beton gegossen. Dafür fehlt das Feste, die Brücken. Er spielt mit der Übertragung vom Konkreten in die Abstraktion – und wieder zurück zum konkret Fassbaren.»

JORGE MACCHI, ARG, *1963, lebt und arbeitet in Buenos Aires

Courtesy Galerie Peter Kilchmann, Zürich